Ohne Eisen geht es (fast immer) auch

Unstrittig ist, dass ein Pferd, solange es möglich ist, ohne Beschlag auskommen soll, weil sich ein dauerhaft angebrachter Beschlag langfristig immer nachteilig auf den Huf auswirkt. Er beeinträchtigt den Tastsinn und Schmerzempfinden, die Hufmechanik und Durchblutung und damit Verbunden den Stoffwechsel und das Hufwachstum, um nur einige Aus- bzw. Nebenwirkungen des Beschlags zu nennen.

Sicher gibt es Rechtfertigungen für einen Beschlag, wenn beispielsweise das Pferd durch seine Nutzung als Zugtier, für Distanz- oder Wanderreiten auf schlechten Böden einen größeren Hornabrieb erfährt, als nachwachen kann. Das jedoch ist bei den meisten Freizeit- oder sog. Sportpferden nicht der Fall. Ist der Organismus gesund und stimmt der Stoffwechsel, dann ist ein Beschlag als Schutz vor Abrieb bei ein bis zwei Stunden Arbeit täglich und ein bis zwei Ausritten pro Woche in der Regel (Ausnahmen mag es immer geben) überflüssig.

Viele Wege führen nach Rom, ob mit oder ohne Beschlag, Ziel dieser Seite ist es, den Pferdebesitzer ein wenig für die Hufe zu sensibilisieren, seinen Blick für Unstimmigkeiten und Verformungen an den Hufen zu schulen, und die Vorgänge, die einen Huf formen ansatzweise zu verstehen. Ausgesprochene Erkrankungen der Hufe und deren Behandlung sind auf genügend anderen Seiten im Netz beschrieben und werden hier nur im Bedarfsfall kurz angesprochen.